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Jobs und Praktikum


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SEC - Praktikumsleitfaden

StartEasyCareer Praktikumsjournal : Praktikumsleitfaden


Praktika gewinnen eine zunehmende Bedeutung für den optimalen Berufsstart.
Jeder muss während seines Studiums ein Praktikumssemester absolvieren. In einigen Fällen braucht man sogar vor dem Studium ein Anerkennungspraktikum, um überhaupt zum Studium zugelassen zu werden.


Warum und wofür: Jede Art von praktischer Übung und Erfahrung sind heutzutage sehr wichtig um sich auf dem Arbeitsmarkt besser vermarkten zu können. Denn keiner möchte jemand einstellen, der noch gar keine praktischen Erfahrungen gemacht hat. Da die Globalisierung immer weiter voranschreitet ist es auch sehr wichtig Sprachen zu lernen.

Aber leider ist es nicht nur wichtig die Schulbank zu drücken sondern auch die Sprache praktisch zu üben, sprich im Land selber sprechen. Das fördert das allgemeine Sprachgefühl und man sammelt auch sehr viele kulturelle Erfahrungen, was auch sehr wichtig ist, um auch in der Arbeitswelt miteinander zu recht kommen zu können, müssen wir die Kulturen und Sprachen kennen lernen.
Kommunikationsfähigkeit ist neben anderen Soft Skills wichtig für die spätere Jobsuche.

Welches Praktikum: Praktische Erfahrungen verbindet man immer mit Praktika. Es gibt viele verschiedene Arten von Praktika. Grundpraktikum, Jahrespraktikum, Betriebspraktikum oder auch spezielle Praktika wie Pflege- oder Grundpraktikum. Des weiteren kann man auch ein Auslandspraktikum während eines Praxissemesters absolvieren.
Viele wählen diese Möglichkeit, da man neben praktischer Übung auch noch eine andere Kultur und eine Fremdsprache neu erlernen kann oder eine bereits erlernte Sprache festigen kann. Diese Art gibt die Möglichkeit sich vielseitig weiter zu entwickeln.

Praktikumsdefinitionen


Wenn man von Praktika spricht gibt es in der Regel verschiedene Begriffe, die in diesem Zusammenhang auftauchen. Um Verwirrungen zu vermeiden, geben wir kurze Definitionen über verschiedene Arten von Praktika, damit Sie genau wissen was Sie brauchen bzw. möchten.

Generell ist das Praktikum dafür da um praktische Erfahrungen zu sammeln und die erworbene Theorie in Praxis umzusetzen. Gerade bei Fachhochschulen, deren Ausbildung sehr praxisnah durchgeführt wird, ist das Praktikum oft ins Studium eingeplant, und muss abgeleistet werden.

Trainee
In letzer Zeit wird der Begriff des Trainee häufiger eingesetzt, er kommt aus dem Wirtschaftsbereich und man bezeichnet damit in erster Linie einen Berufsanfänger (nach abgeschlossenem Studium), der in einer Firma verschiedene Abteilungen durchläuft und somit schnell in das Firmenleben eingegliedert werden soll. Häufig ist das Ziel somit künftige Spezialisten und Führungskräfte auszubilden, die dann auch von der jeweiligen Firma übernehmen sollen werden. Bei einem Traineeprogramm wird der Trainee direkt nach den Erfordernissen des Unternehmens ausgebildet.

Pflichtpraktikum/Praxissemester
Gerade Fachhochschulen (FH) legen großen Wert an praxisnahes Lernen und Praktika sind häufiger ein Pflichteil des Studiums. In diesem Fall sind die Praktika durch genaue Richtlinien der FHs festgelegt darunter Ziel, Inhalt und Dauer. Wenn ein Pflichtpraktikum durch die Hochschule benotet wirs und es genaue Absprachen zwischen dem Arbeitgeber und der Uni/FH gibt handelt es sich um ein Praxissemester, welches im Regelfall vergütet wird. Die Praktikanten weisen einen einen höheren Level an Fähigkeiten und Erfahrung vor.

Freiwilliges Praktikum
Bei einem freiwilligen Praktikum hat der Student eines allgemeines Studiums (zum Beispiel Sozialwissenschaften) die Möglichkeit sein berufliches Profil zu entwickeln. Aber auch wer schon Pflichtpraktika gelistet hat, kann mit einem freiwilligen Praktikum sein CV aufpollieren. Ein freiwilliges Praktikum kann von der Dauer sehr variieren von zwei Wochen bis zu einem Jahr.

Volontariat
Der klassische Ursprung liegt im Zeitschriften- und Zeitungsjournalismus. In diesem Fall ist der Volontär eine Art Azubi, der unter einem bestimmten Tarifgehalt eingestellt ist und sich nach 24 Monaten „Redakteur“ nennen darf. Ein genauer Ausbildungsplan regelt den Inhalt des Volontariats.

Famulatur
Eine Famulatur ist das Pflichtpraktikum für Medizinstudenten, die sie während des Studiums in einem Krankenhaus oder einer Arztpraxis ableisten müssen. Die Famulatur ist unentgeltlich.

Bewerbung um ein Praktikum:


Für jede Art von Praktika muss man sich - meistens in schriftlicher Form - bewerben. Dazu gehört ein Bewerbungs- oder Motivationsschreiben, ein tabellarischer Lebenslauf mit allen Kenntnissen und Fähigkeiten und wenn vorhanden andere praktische Erfahrungen. In den meisten Fällen muss man noch eine Art Interview oder ein direktes Vorstellungsgespräch absolvieren.

Das Interview kann persönlich aber auch telefonisch erfolgen, das telefonische Interview kommt meist bei Auslandspraktika zur Anwendung. Da es schwierig den Praktikanten vorher schon in den Betrieb kommen zu lassen. Es hat den Vorteil, dass man gleich die Sprachkenntnisse testen kann, denn der Bewerber weiß ja vorher nicht genau, was er gefragt wird. Das persönliche Gespräch wird meistens bei Praktika im Inland gemacht. Das hat den Vorteil, dass man sich ein Bild vom Bewerber machen kann und gegebenenfalls feststellen kann ob der Bewerber geeignet ist für die Praktikumsstelle.

Der Praktikumsvertrag:


Bei einem obligatorischen Paktikum wird von der Universität/Fachhochschule ein Vertrag vorbereitet. Neben allgemeinen Informationen über den Praktikanten und der Firma, sollte auf jeden Fall auch eine genaue Tätigkeitsbeschreibung der Praktikantenstelle dabei sein. Weiterhin sollte auch in dem Vertrag niedergeschrieben sein wer der Beauftragte der Firma ist, der sich um den Praktikanten kümmert und ihn mit Aufgaben versorgt und ihn mit Ratschlägen und Beratung zur Seite steht. Formalitäten wie Urlaubstage, Entgelt usw. sollten auch im Vertrag vermerkt sein. Bei einem freiwilligen Praktikum kann der Vertrag variieren, sollte aber auch die genannten Punkte beinhalten.

Praktikumsvergütung:


Die Bezahlung wird sehr unterschiedlich gehandhabt. Immer weniger Firmen sind bereit, Gehälter zu zahlen, so dass die meisten Praktika auf Freiwilligenbasis funktionieren. D.h. der Praktikant bzw. die Praktikantin bekommt kein Gehalt. Abseits dieser Regelung zahlen einige Firmen einen Leistungsbonus am Ende des Praktikums. Je mehr man sich angestrengt hat, desto besser die Ergebnisse, das Zeugnis und zufriedener sind alle und somit ein Bonus ist wahrscheinlich.

Im Marketing- und Salesbereich werden auch Kommissionen gezahlt.

Andere wiederum stellen eine Unterkunft zur freien Verfügung, zahlen Heimreisen bzw. Heimflüge, Mittagessen und vieles mehr, aber eben kein Geld.

Die Vergütung, kann man am Beginn des Praktikums aushandeln.
Nur Mut, einfach dieses Thema beim Vorstellungsgespräch mit ansprechen ohne geldgierig zu erscheinen! Schließlich lernt man während des Praktikums für's Leben und auch die Hostcompany investiert Personal, Zeit und Energie für die Aus- und Weiterbildung.

Das Praktikumszeugnis:


Am Ende eines jeden Praktikums bekommt man vom Praktikumsbetrieb ein Praktikumszeugnis (auch Beurteilung genannt), welches man für den Lebenslauf benutzen kann. Diese Beurteilung beinhaltet welche Aufgaben und welche Stellung der Praktikant im Unternehmen hatte.

Des weiteren beinhaltet das Zeugnis mit welchen Fähigkeiten der Praktikant die Aufgaben erfüllt und wie seine Kompetenz im Gesamtbild waren. Außerdem ist aufgeführt, wie sich der Praktikant in die Arbeitssituation eingebracht hat, wie seine Arbeitsmoral war und andere soziale Kompetenzen. Dies geschieht in den meisten Fällen als ein gesamter ausformulierter Text.

Das qualifizierte Praktikumszeugnis
Es gibt zwei verschieden Formen von Praktikumszeugnisen, das Einfache und das Qualifizierte. Bei einem einfachen Praktikumszeugnis handelt es sich mehr oder weniger nur um einen Tätigkeitsnachweis mit Namen des Praktikanten, des Unternehmens und der Dauer des Praktikums. Diese dürfte bei einem Pflichtpraktikum genügen, aber es sollte auf jeden Fall ein qualifiziertes Zeugnis erfragt werden.

In einem qualifizierten Zeugnis befindet sich neben der Tätigkeitsbeschreibung auch eine Beurteilung von Leistungen und Verhalten. Die Tätigkeitsbeschreibung sollte sehr detailliert sein und besondere Aufgaben dürfen zusätzlich erwähnt werden. Sollte der Praktikant eigene Projekte geführt haben, sollen diese und auch die Ergebnisse erwähnt werden um die Selbstständigkeit des Praktikanten hervorzuheben. Auch die Bewertung der Lern- und Arbeitsbereitschaft stellt einen wichtigen Teil des Zeugnisses dar.

Am Ende sollte ein zusammenfassendes Leistungsurteil stehen, quasi die Wiedergabe der Gesamtnote. Die Unterschrift des Zeugnisaustellers soll mit Angabe des Berufstitels und der Kompetenz erfolgen.

Auf einem Blick: Was ein qualifiziertes Zeugnis enthält:
  • Einleitung: Name, Geburtsdatum, Dauer und Firma und Abteilung
  • Tätigkeitsbeschreibung
  • Lern- und Arbeitsbereitschaft
  • Aneignung von Fachwissen
  • Bewertung der Selbständigkeit
  • Eigenständige Projekte
  • Zusammenfassendes Leistungsurteil
  • Dankesformel der Firma
  • Unterschrift, Stempel

Der Praktikumsbericht


In den meisten Fällen muss auch der Praktikant einen Bericht verfassen, dieser Praktikumsbericht beinhaltet die Schilderung des Unternehmens, in welcher Branche es tätig ist und wie es aufgebaut (Organigramm) ist und eventuell noch andere wichtige Fakten, wie Mitbewerber, Umsatzzahlen und Prognosen, etc…

Des weiteren beschreibt der Praktikant seine Tätigkeiten und Aufgaben und die gesamte Arbeitssituation. Er kann sein ganz persönliches Fazit von seinem Praktikum wiedergeben, damit kann auch die Beurteilung besser eingeschätzt werden.

Der Praktikumsbericht muss dem Betreuer (oder Supervisor) vorgelegt werden. Viele firmeninternen Daten und Sachverhalte sind vertraulich zu behandeln. Ein entsprechendes Einverständnis wird im Praktikumsvertrag geregelt.

Nach dem Praktikum


Nach einem erfolgreich absolvierten Praktikum, kehrt man meisten wieder ins Studium zurück. Einige legen auch ein Urlaubssemester ein um noch eine weiterführende Praktikumsstelle anzunehmen, denn wenn man einmal im Arbeitsleben drin ist, fällt es nicht nur schwer, wieder in den Studienalltag zurück zu finden, da ja wieder nur Theorie auf dem Plan steht, sondern jede Weiterbildung erschließt auch weitere Karrierechancen.

In jedem Fall werden Sie sich klarer sein über das was Sie in ihrer Zukunft machen wollen, Sie werden vielleicht darüber nachdenken einen Master zu machen oder eine andere Art von weiterführendem Studien, denn sicher ist das Sie herausfinden werden welche Interessen Sie haben und welche nicht.

Bei einem Praktikum im Ausland lernen Sie auch eine neue Kultur neu kennen - und wer weiß, vielleicht sagt Ihnen das neue Arbeitsklima und die neue Umgebung mehr zu?

Fazit


Jeder sollte angebotenen Möglichkeiten nutzen, um praktische Erfahrungen zu sammeln, egal ob im In- oder Ausland. Denn man kann nur lernen und jeder zukünftige Arbeitgeber wird im Lebenslauf schauen, ob man schon praktische Erfahrung gesammelt hat. Es bringt also in jeder Hinsicht Pluspunkte fürs Leben.

Autorin: Daniela Große